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USA sanktionieren 41 Unternehmen und vier Personen im Umfeld der Prince Group

Die US-Sanktionsbehörde OFAC hat am 5. November 2026 vier Personen und 41 Unternehmen mit Verbindungen zur Prince Group auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Nach Angaben des US-Finanzministeriums sollen sie der bereits sanktionierten Gruppe geholfen haben, Eigentumsverhältnisse zu verschleiern und ihre Geschäfte fortzuführen. [2] (home.treasury.gov)

Die Maßnahmen knüpfen an Sanktionsentscheidungen vom 14. Oktober 2025 und 23. Juni 2026 an. Die US-Regierung stuft die Prince Group als transnationale kriminelle Organisation ein. Das Finanzministerium wirft ihrem Netzwerk unter anderem Anlagebetrug mit digitalen Vermögenswerten, vorgetäuschte Liebesbeziehungen zur finanziellen Ausbeutung und weitere Formen des Onlinebetrugs vor. Viele dieser Aktivitäten seien mit Betrugszentren in Südostasien verbunden, in denen Menschenhandel und Zwangsarbeit eine Rolle spielten. [2] (home.treasury.gov)

Offshore-Firmen und Geschäftsverbindungen im Fokus

Die vier neu gelisteten Personen sind Qiu Yong, Zhao Mengyao, He Yujing und Visal Pang. Ihre Aufnahme ist in der OFAC-Veröffentlichung vom 5. November dokumentiert. [3] (ofac.treasury.gov)

Nach Darstellung des Finanzministeriums kontrolliert Qiu mehrere Firmen auf den Britischen Jungferninseln und in Hongkong für die Prince Group. Über die dort registrierte Sun Speed Holdings Limited sei er wirtschaftlicher Eigentümer des Hongkonger Kreditgebers Premium Financial Limited. Zhao sei seine persönliche Assistentin und übernehme Verwaltungs- und Leitungsfunktionen in mehreren von ihm kontrollierten Unternehmen. Der übergebene Ausgangsartikel von CryptoSlate beschreibt diese Beteiligungskette unter Berufung auf die Behörde. [1][2] (cryptoslate.com)

CryptoSlate berichtet außerdem unter Verweis auf das Ministerium, dass Prince-Group-Funktionär Chen Bo nach der Sanktionsrunde vom Oktober 2025 das Eigentum an einer Villa in Tokio auf seine Ehefrau He Yujing übertragen habe. Visal Pang kontrolliere elf kambodschanische Unternehmen, mehrere davon gemeinsam mit Chen Bo. Weitere betroffene Firmen werden den bereits sanktionierten Funktionären Dai An und Thet Li zugerechnet. [1] (cryptoslate.com)

Diese Angaben beschreiben die behördliche Begründung der Sanktionen; sie sind nicht mit einem gerichtlichen Schuldspruch gegen die neu gelisteten Personen gleichzusetzen. [2][3] (home.treasury.gov)

Welche Vermögenswerte und Geschäfte betroffen sind

Vermögen und Vermögensinteressen der Gelisteten in den USA oder im Besitz beziehungsweise unter Kontrolle von US-Personen werden gesperrt und müssen OFAC gemeldet werden. Geschäfte damit sind für US-Personen sowie innerhalb der USA oder über die USA grundsätzlich untersagt, sofern keine Genehmigung oder Ausnahme greift. [2] (home.treasury.gov)

Die Reichweite geht über ausdrücklich genannte Firmen hinaus: Nach der bestehenden 50-Prozent-Regel sind auch Unternehmen erfasst, die unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 50 Prozent einer oder mehreren gesperrten Personen gehören. Die Beteiligungen mehrerer gesperrter Eigentümer werden dabei zusammengerechnet. OFAC empfiehlt deshalb, bei Transaktionen und Kontobeziehungen die relevanten Eigentumsverhältnisse zu prüfen. Die Regel ist keine Neuerung dieser Sanktionsrunde. [4] (ofac.treasury.gov)

Quellen

  1. CryptoSlate: „US sanctions hit 41 companies accused of keeping Prince Group’s scam network running“, Liam „Akiba“ Wright, 7. November 2026, 20:30 Uhr UTC. Übergebener Ausgangsartikel.
  2. US-Finanzministerium: „Treasury Targets Global Scam Networks and the Corporate Infrastructure That Enables Them“, 5. November 2026. Offizielle Bekanntmachung und Begründung der Sanktionen.
  3. OFAC: „Cyber-related and Transnational Criminal Organizations Designations; Cuba Designations; Publication of Cuba-related Determination“, 5. November 2026. Veröffentlichung der Ergänzungen der SDN-Sanktionsliste.
  4. OFAC: FAQ 401 zur mittelbaren Beteiligung nach der 50-Prozent-Regel, 13. August 2014. Erläuterungen zu Beteiligungsketten und Eigentümerprüfung.