USA verhängen Iran-bezogene Sanktionen gegen acht kanadische Finanzdienstleister
Das US-Finanzministerium hat am 6. November 2026 acht in Kanada ansässige Geldtransfer- und Wechselunternehmen sanktioniert. Nach Angaben der Behörde ermöglichten sie Iran-bezogene Transaktionen über digitale Vermögenswerte, darunter Geschäfte mit bereits sanktionierten Kryptobörsen. Die Maßnahme wurde mit der kanadischen Finanzaufklärungsstelle FINTRAC abgestimmt. [2] (home.treasury.gov)
Vorwürfe betreffen grenzüberschreitende Kryptotransfers
Die US-Sanktionsbehörde OFAC wirft den Unternehmen vor, iranische Rial und andere Währungen in digitale Vermögenswerte umzutauschen und damit internationale Zahlungen zu ermöglichen. Viele der betroffenen Firmen hätten Transaktionen mit sanktionierten iranischen Kryptobörsen sowie mit Adressen abgewickelt, die nach Einschätzung der Behörde den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zuzuordnen sind. [2] (home.treasury.gov)
Zu den Betroffenen zählen unter anderem Million Exchange, NIA Nations Currency und Darvish Exchange. Mehrere Unternehmen hätten zudem Namen und Geschäftsadressen geändert, um einer Entdeckung zu entgehen, erklärte das Ministerium. Diese Darstellung gibt die Vorwürfe der US-Behörde wieder. Stellungnahmen der betroffenen Firmen enthält der am 7. November veröffentlichte Ausgangsartikel von Cointelegraph nicht. [1][2] (home.treasury.gov)
Vermögen mit US-Bezug wird gesperrt
Die Sanktionen beruhen auf der Executive Order 13902. Vermögenswerte der gelisteten Unternehmen in den USA oder unter Kontrolle von US-Personen werden gesperrt. Geschäfte mit ihnen sind für US-Personen beziehungsweise bei US-Bezug grundsätzlich untersagt, sofern keine Ausnahme oder Genehmigung greift. Damit gehen die Maßnahmen über eine politische Warnung hinaus. [2] (home.treasury.gov)
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, Kanada dürfe kein sicherer Zufluchtsort für Finanzdienstleister sein, die dem iranischen Regime bei der Sanktionsumgehung helfen. Die Entscheidung gehört zur US-Kampagne „Operation Economic Outcast“. [2] (home.treasury.gov)
Separate Belohnung für Informationen zum Atomprogramm
Unabhängig von den Firmensanktionen bietet das US-Programm „Rewards for Justice“ bis zu 20 Millionen US-Dollar und möglicherweise eine Umsiedlung für Informationen über Irans Atomprogramm an. Gesucht werden Hinweise auf Anlagen, Ausrüstung und beteiligtes Personal. Cointelegraph datiert die Bekanntgabe ebenfalls auf den 6. November; die zugängliche Programmseite bestätigt das Angebot, nennt aber kein Veröffentlichungsdatum. [1][3] (cointelegraph.com)
Quellen
- Cointelegraph, Michael Millard: „US sanctions Canadian money-exchange firms over Iran ties“, 7. November 2026. Übergebener Ausgangsartikel.
- U.S. Department of the Treasury: „Operation Economic Outcast Sanctions Eight Canadian Money Services Businesses Enabling Iranian Regime“, 6. November 2026.
- Rewards for Justice: „Iran Nuclear Program“, ohne ausgewiesenes Veröffentlichungsdatum.

