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Pokémon-Karten: Londoner Händler begrenzt Verkauf bei Andrang auf neue Sets

Zum Verkaufsstart neuer Pokémon-Karten haben Fans vor dem Londoner Geschäft Forbidden Planet die Nacht in der Warteschlange verbracht. Nach einem Guardian-Bericht vom 7. November 2026 begrenzte der Laden den Verkauf eines begehrten Sets auf ein Exemplar pro Person und ließ Verpackungen öffnen, um den Weiterverkauf als Neuware zu erschweren. Sammler beklagen die Konkurrenz durch Käufer, die Karten mit Preisaufschlag weiterverkaufen wollen. [1]

Stundenlanges Warten trotz Kaufbegrenzung

Mehr als 120 Menschen standen laut dem übergebenen Ausgangsartikel am Freitag, dem 6. November, vor der Öffnung um 10 Uhr vor Forbidden Planet im Zentrum Londons. Der erste Wartende hatte sich bereits am Vorabend um 23 Uhr angestellt. Anlass war der Verkaufsstart neuer Pokémon-Sammelkarten, darunter die „Delta Reign“-Elite-Trainer-Box für 49,99 britische Pfund. [1]

Für dieses Produkt galt dem Bericht zufolge eine Begrenzung auf eine Box pro Kunde. Zusätzlich wies das Geschäft auf eine vom Lieferanten verlangte Öffnung der Verpackung hin. Damit soll verhindert werden, dass Käufer das Produkt anschließend als ungeöffnete Neuware anbieten. [1]

Der 25-jährige Sammler Kai, der seit 3 Uhr morgens wartete, schätzte gegenüber dem Guardian, dass etwa die Hälfte der Anstehenden Fans und die andere Hälfte Wiederverkäufer seien. Eine überprüfte Aufschlüsselung der Warteschlange ist das nicht. Seine Aussage verdeutlicht jedoch, wie stark einige Sammler die Konkurrenz durch gewinnorientierte Käufer wahrnehmen. [1]

Sammeln und Weiterverkaufen überschneiden sich

Mehrere Befragte machten sogenannte Scalper für ihre schwieriger gewordenen Einkäufe verantwortlich – gemeint sind Käufer, die begehrte Produkte erwerben, um sie mit Aufschlag weiterzuverkaufen. Der 30-jährige Luke erklärte dem Guardian, gerade diese Konkurrenz zwinge Sammler dazu, besonders früh vor den Geschäften zu erscheinen. [1]

Die Grenze zwischen Sammeln und Handel ist dabei nicht eindeutig. Anthony, ein weiterer Wartender, berichtete, selbst Karten zu kaufen, zu verkaufen und zu tauschen. Die Verkaufserlöse nutze er zur Finanzierung seiner Sammlung. Nicht jeder Weiterverkauf ist damit gleichbedeutend mit dem gezielten Aufkaufen knapper Neuware. [1]

Kai führte das gestiegene Interesse unter anderem auf Käufer aus dem Kryptoumfeld zurück und verglich die Begeisterung mit dem Hype um Kryptowährungen. Das ist seine Einschätzung; der Ausgangsartikel liefert keinen Nachweis dafür, welchen Anteil solche Käufer an der Nachfrage oder an Preissteigerungen haben. Auch konkrete, tatsächlich erzielte Wiederverkaufspreise der neuen Box werden nicht genannt. [1]

Hohe Produktion löst nicht jeden Engpass

Der im Guardian befragte Popkulturstratege Calvin Innes sieht die Produktionskapazität als begrenzenden Faktor. Trotz einer im Ausgangsbericht genannten Größenordnung von rund zehn Milliarden produzierten Karten pro Jahr übersteige die Nachfrage das Angebot. Besonders schwer erhältlich seien bestimmte größere Boxen und exklusive Produkte; einzelne Kartenpäckchen seien eher zugänglich. Diese Einschätzung bezieht sich auf die Verfügbarkeit unterschiedlicher Produkte, nicht auf eine gleichmäßige Knappheit sämtlicher Pokémon-Karten. [1]

Weitere Händler setzen dem Bericht zufolge auf andere Verkaufsverfahren: Argos vertreibe die Karten ausschließlich online, Amazon nutze für stark nachgefragte Produkte ein Einladungsverfahren gegen automatisierte Käufe. Wie wirksam diese Maßnahmen den Zugang für Sammler verbessern, geht aus dem Artikel nicht hervor. [1]

Kinderangebote geraten ebenfalls unter Druck

Die Schwierigkeiten reichen nach Darstellung des Guardian bis in lokale Spielangebote. Daniel Garnett, Betreiber des Hull Pops Gaming Centre in Hessle in East Yorkshire, erklärte, er versuche Ware für regelmäßige Spieler zurückzuhalten. Sein Geschäft veranstalte einen kostenlosen Kinderclub, in dem die Teilnehmer das Kartenspiel lernen könnten. [1]

Etwa einen Monat vor dem Bericht hätten jedoch zahlreiche Eltern ihre Kinder lediglich zum Warenkauf mitgebracht, ohne an der Spielrunde teilnehmen zu wollen, sagte Garnett. Seine Schilderung zeigt den Konflikt zwischen dem Verkauf begehrter Sammlerprodukte und dem Versuch von Fachgeschäften, Karten für ihre regelmäßigen Spielgemeinschaften verfügbar zu halten. Wie verbreitet solche Fälle sind, lässt sich aus diesem einzelnen Bericht nicht ableiten. [1]

Quellen

  1. Zoe Wood: „Gotta buy ’em all: how Pokémon card collecting became race against scalpers“, The Guardian, laut übergebenen Metadaten Ressort Business, veröffentlicht am 7. November 2026 um 12:00 Uhr UTC. Grundlage ist der vollständig übergebene Ausgangsartikel mit Vor-Ort-Beobachtungen und Interviews. Originalartikel.